SALVATRICES & SALVATORES MUNDI 

In einem abgedunkelten Raum stehen 10 Monitore und bilden einen Kreis. In einem fortlaufenden Wechsel erscheinen Personen in Weltretterpose, deren Bicke sich in der Mitte treffen. Die Videoinstalation soll ein Sinnbild für gemeinsam übernommene Verantwortung darstellen. Als Vorlage diente das namengebende Gemälde "Salvator Mundi"

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Durch den Segensgruß wird im kunstgeschichtlichen Kontext die Vermittlung von göttlicher Gnade und Kraft dargestellt. Statt der etablierten Darstellungsform einer männlichen Erlöserfigur  wird in der Videoinstallation aber ein alternatives Bild von Hoffnungsträger*Innen präsentiert: 

Die Geste wird  demokratisiert, indem 65 Personen aus Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis mit  entsprechender Handhaltung dargestellt werden. Die Videoinstallation Salvatrices & Salvatores Mundi versammelt fünfundsechzig Portraitaufnahmen, die in wechselnden Konstellationen auf zehn kreisförmig angeordneten Monitoren fortlaufend erscheinen und wieder verschwinden. Die gezeigten Personen blicken jeweils etwa drei Minuten den BetrachterInnen entgegen, ihre rechte Hand erheben sie zu einem Segensgruß, während in ihrer linken Hand eine Glaskugel ruht. Diese Pose bezieht sich auf eine Darstellung von Jesus Christus als Salvator Mundi, dem „Weltenretter“, die Leonardo da Vinci zugeschrieben wird. 2017 erhielt das Gemälde international eine enorme Medienaufmerksamkeit, als es zum Rekordbetrag von 450,3 Millionen Euro versteigert wurde.